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Inger Klit
Copyright © 2002 bei Peter Klink bubblewatcher.deEs war das sechste Schiff seiner Klasse und gehörte zu den sogenannten "Carolinern", einer überaus erfolgreichen Schiffbaureihe, der Werft H.C.Christiansen und deren Konstrukteur Martin A. Nielsen. Das erste Schiff dieser Baureihe erhielt den Namen "Caroline", daher hieß die Schiffsklasse fortan "CAROLINER".
Insgesamt wurden 23 Schiffe des Typs "Caroliner" gebaut . Die Werft selbst mußte 1970 leider Konkurs anmelden.
Die Schiffbaureihe erwies sich als sehr gutmütig, sie war einfach aufgebaut, hatte sehr gute Seeeigenschaften und war für die damalige Zeit schon sehr modern. Die "Inger Klit" hatte eine Länge von 33,48 m über alles, 30,60 m zwischen den Loten, eine Breite von 5,68 m und einen Tiefgang von 2,71 m bis Unterkante Kiel. Das Ganze ergab dann 149,43 Bruttoregistertonnen was einem Schiffsgewicht von ca. 245 tdw entspricht .
Die "Inger Klit" war, wie auch Ihre Schwesterschiffe, für den Liniendienst zwischen den Nord- und Ostseehäfen konzipiert. Doch schon im Mai 1972 entsprach die "Inger Klit" nicht mehr den an sie gestellten Anforderungen, deshalb wurde sie, durch eine Schiffswerft in Abenraa um knapp 6 m verlängert, so daß sich Ihre Tonnage auf 185,75 BRT vergrößerte. Sie konnte dadurch mehr Ladung aufnehmen, was sich im Endeffekt für die Reederei finanziell positiv auswirkte. Nach der Verlängerung war das Schiff 39,60 m lang, 5,68 m breit und der Tiefgang vergrößerte sich auf 2,80 m.
Im Laufe der Zeit änderten sich die Heimathäfen der Inger Klit einige Male.
Am 21. März 1955 wurde als Heimathafen Marstal/Ærø eingetragen doch schon am 13. Februar 1956 wurde der Wohnort des Reeders, Karrebæksminde /Sjælland, als Heimathafen eingetragen. Fast 13 Jahre später, am 15. Oktober 1968 änderte sich der Heimathafen ein letztes Mal. Bis zu seinem Untergang blieb das Schiff im Schiffsregister von Frederiksværk/Sjælland eingetragen.
Am Tage des Untergangs des Schiffes, am 14. Februar 1980, war die "Inger Klit" ca. 110 nm von seinem Heimathafen entfernt. Die Flensburger Förde lag unter einer ziemlich dicken und dichten Nebelbank. Die Sichtweite betrug nur wenige Meter. Der Wind kam leicht, mit weniger als 3Bft., aus süd - bis südwestlichen Richtungen.
Von Radaranlagen der heutigen Zeit, nord- oder auch kursstabilisiert; mit Trumotion Funktion und oder Plott Funktion konnte man zur damaligen Zeit nur träumen, so kam es, durch ein fehldeuten des Radarbildes, gegen 21:45 Uhr zur Kollision zwischen dem 26 Jahre alten dänischen Kümo "Inger Klit" und dem deutschen Frachter "Lina von Bargen", der durch die Reederei Heinrich von Bargen und Sohn OHG, Niemcy, bereedert wurde und auf den Weg nach Flensburg war. Registriert war die Lina von Bargen beim Österreichischen Lloyd Holmsland unter der Nummer B 341/2.
Das Fahrtziel der "Inger Klit" war das dänische Frederiksværk. (Das Radargerät und auch der Gyrokompass wurden erst 1966 eingebaut. Vor dieser Zeit war nur ein einfacher Magnetkompass an Bord).
Der Bug der " Lina von Bargen" bohrte sich kurz vor dem Brückenhaus auf Backbordseite tief in den Rumpf der "Inger Klit". Der Schaden war so groß, das sofort der gesamte Laderaum voll Wasser lief. Mit dem Schrott, der als Ladung im Laderaum gefahren wurde, wurde die Tragfähigkeit des Schiffes schnell überschritten, so daß das ganze Schiff innerhalb weniger Minuten von der Wasseroberfläche verschwand. Der Schaden an der wesentlich größeren "Lina von Bargen" war relativ gering und lag über der Wasserlinie. Sie konnte ihre Fahrt nach Flensburg aus eigener Kraft fortsetzen. Die vier Besatzungsmitglieder um Kapitän Knut Borring-Møller wurden von der "Lina von Bargen" abgeborgen.
Das MRCC - Bremen (Maritime Rescue Coordinatet Center), das die sofort abgesetzte Seenotmeldung aufgefangen hatte, alarmierte das Rettungsboot " Fritz Behrends", der DGzRS Station Langballigau. Dieses lief sofort aus und war um 22:00 Uhr an der Unfallposition und sicherte die Unfallstelle, bis die Sicherheitsmeldung von "Flensburg Radio" gegen 23:15 Uhr ausgestrahlt wurde, ab.