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Mittelgrundwrack
Copyright © 2002 bei Peter Klink www.bubblewatcher.deDas Wrack liegt am Ausgang der Eckernförde Bucht, nahe der Untiefe "Mittelgrund". Da diese Untiefe als grober Ansteuerungspunkt dient und der Name des Wracks unbekannt ist, liegt es nahe, daß das Wrack im Volksmund den Namen der Untiefe bekommen hat, nämlich"Mittelgrundwrack". Das Wrack liegt auf ca. 17 m tiefem Grund und seine höchste Stelle ragt ca. 5m in die Höhe. Es hat eine Steuerbord Schlagseite von ca.15° bis 20°. Das Hauptbaumaterial war Holz. An einigen Stellen besonders am Achterschiff kann man erkennen, das es sich um eine Karweelbauweise handelt. Auch heute baut man die wenigen reinen Holzschiffe, die heutzutage noch gebaut werden, nach dieser Bauweise. Als erstes hat man den Eindruck auf einen großen Abenteuer Spielplatz zu sein, denn es liegen große Mengen von Hölzern aller Formen und anderen Bruchstücken des Wracks völlig durcheinander über dem Wrack. Das Heckteil ist noch rel. gut erhalten. Die Propellerwelle schaut noch ein Stück aus dem Stevenrohr heraus, doch das Ruder und der Propeller selbst fehlen. Taucht man vom Heck in Richtung des Bugs, so wird das Wrack immer flacher, bis es zum Schluß einfach im Sande verläuft. Auf Bb.- und Stb. Seite steht noch ein Teil der Spannten und auf der Wegerung sieht man noch eine Konstruktion aus Metall, die evt. als Maschinenfundament gedient haben könnte. Große rechtwinkelige Behälter findet man vor, die wahrscheinlich als Tank oder Kraftstoffbunker gedient haben könnten. Der Mittelteil des Wracks, wo sich der Laderaum befunden haben muß, besteht nur noch teilweise aus Teilen der Bordwand des Schanzkleides und einigen Spanten. Auch hier fehlt das Deck völlig. Der Bug ist im Laufe der Zeit völlig zerfallen und verschwunden, vielleicht auch deshalb weil es immer wieder Netzhaker von Schleppnetzfischern gegeben hat. An vielen Stellen hängen heute noch die Reste der Netze, die am Wrack abgerissen worden sind. Das Deck des Schiffes ist komplett nicht mehr vorhanden, so daß man auch ins Innere des Wracks schauen kann. Im Heckteil sind noch einige , Schotten, Gänge und Decksbalken erkennbar, diese sehen zwar noch kräftig aus aber bei geringer Belastung geben sie nach und werden zerstört. Der Bewuchs am Wrack ist eher als mäßig zu bezeichnen. Es sind zwar Seenelken vorhanden, aber im Vergleich zu andern Wracks ist der Bewuchs eher dünn. Das Wrack ist bei guten Wetterlagen durchaus anfängertauglich und wenn man noch an einem schönen Sonnentag am Wrack ist und die Sonnenstrahlen bis zum Wrack vordringen können, ist die Gewähr dafür gegeben, daß man einen schönen, entspannten Ostseetauchgang erleben kann. Bei starken Ostwinden ist es allerdings nicht ratsam dort zu tauchen, weil zum ersten der Wellengang dort ziemlich ungemütlich wird, und zum zweiten eine aus der Eckernförder Bucht herauskommende Strömung die Sicht doch stark beeinträchtigen kann.